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(Bild von: http://www.talentbitsandbytes.files.wordpress.com/2013/03/exit-interviews-sign.png)

Auf der Suche nach Verstärkung für sein Team, erlebt man so einiges. Das Maß an Selbstüberschätzung und der Wunsch nach goldenen Nasen wird durch die Tatsache beflügelt, dass man den Fachkräftemangel beschwört. Es ist einfach, sich bei einem Misserfolg der Mitarbeitersuche darauf zurück zu ziehen, dass es wohl dem Mangel an Fachkräften geschuldet ist, dass man keinen geeigneten Kandidaten gefunden hat.

Kein Wunder, dass die Medien sich gerne auf dieses Thema stürzen. Hinzu kommt, dass die regelmäßigen Konjunkturumfragen von der IHK und weiteren wichtigen Verbänden, oder Solchen die sich dafür halten, durch gezielte Fragen nach diesem Fachkräftemangel, diesen nur fördern.

Fachkräftemangel in 7 Tagen beseitigt

Ich bin vielleicht einseitig beeinflusst, aber meine Erfahrung ist eine Andere. Es gibt bei vielen Mitarbeitern den Wunsch den Arbeitsplatz zu wechseln. Es gibt viele Auszubildende, die dem Markt zur Verfügung stehen. Es sind vielleicht auch weniger als es früher einmal waren, jedoch bin ich der Meinung, dass durch professionelles Rekruting die Suche stark vereinfacht wird. Das Problem liegt vielmehr in den Stellenausschreibungen, welche durch die utopischen Anforderungen schon abschreckend wirken.

Es gibt den 25 Jährigen perfekt ausgebildeten, mit 20 Jahren Berufserfahrung und Universitätsabschluss nicht! Es wird Ihn oder Sie auch nie geben. Doch durch eine gute Stellenausschreibung, eine professionelle Sondierung der Bewerbungsunterlagen und ein strukturiertes Telefoninterview von Nichtfachleuten, lassen sich die richtigen Bewerber viel besser ermitteln. Strukturiert man dann das Bewerbungsgespräch in die wichtigen Skills, die man erwartet, erhält man nach kurzer Zeit eine Teamerweiterung. Dabei ist die Gehaltsverhandlung sekundär, da diese Form der Mitarbeitergewinnung dazu führt, dass der Mitarbeiter die Stelle ersehnt.

Nun vielleicht ist das ein wenig euphorisch und gilt sicherlich nicht für alle Stellen, doch konnte in der vergangenen Woche die Stelle eines IT-Leiters in einem mittelständischen Unternehmen, durch dieses Verfahren besetzt werden. Jetzt sind Sie schockiert, müssen Sie aber nicht sein. Es funktioniert, trotz „Fachkräftemangel“!

Rekruting Schritte:

  • Realistische Stellenausschreibung
  • Prof. Sondierung der Bewerbungsunterlagen
  • Strukturierte Telefoninterviews
  • „Skilloptimiertes“ Bewerbungsgespräch
  • Gehaltsverhandlung als sekundär betrachten

Mal sehen, ob dies auch für Auszubildenden gilt. Hier ist jedoch das Bildungsniveau durch unsere Schulen so gering, dass es nicht einfach ist, lernfähige Mitarbeiter zu finden. Hier sind die Politiker in der Pflicht, satt einer Gleichschaltung in Sinne einer anti-diskriminierenden Integration, die intelligenten und wissbegierigen gezielt zu fördern. Dann könnten wir den nicht existenten „Fachkräftemangel“ mit weniger heißer Luft verbreiten und uns auf das Wesentliche konzentrieren: „Professionelle Ausbildung durch Fachkräfte“. Dafür müsste aber das Beamtentum erst abgeschafft und die Pflicht zur Weiterbildung für Lehrer eingeführt werden. Sie lesen doch auch die Zeitung für aktuelle Informationen und nicht 20 Jahre alte Bücher, oder?

Dr. Walter Plesnik ist Diplomingenieur für Elektrotechnik und Geschäftsführer der Ing.-Büro Dr. Plesnik GmbH. Als Business Architekt bereut er unsere Kunden in allen strategischen IT Belangen und begleitet große Produktionsunternehmen bei Carve-Outs und der Implementation von Compliance-Richtlinien.