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(Titelbild: http://www.digitaltrends.com/wp-content/uploads/2010/01/windows-7-apple-mac.jpg)

Als Apple Nutzer fühlt man sich gerne wie ein Auserwählter unter den Windows geplagten, wo Apps einfach funktionieren und der MAC genau das tut was er soll. Naja, zumindest meistens ;). Allen Apple Nutzern sind alltägliche Probleme ebenso bekannt, wie jedem PC Nutzer auch. Ebenso gibt es auch für Apple Fans an bestimmten Arbeitsplätzen gewisse Auflagen um reibungsfrei Arbeiten zu können. So zum Beispiel an meinem Arbeitsplatz, wo ich als einziger MAC Nutzer in einem reinen Windows Umfeld arbeite und bestimmte Programme gar nicht lokal installieren und ausführen kann, da es schlicht keine Versionen für Macintosh gibt.

Für diesen Zweck bietet es sich für mich an die Programme nicht lokal sondern auf dem Terminal Server des Unternehmens zu nutzen. Hier wird mir dann einfach ein Windows Desktop auf meinem MAC gestreamt und ich arbeite vollständig auf einem Windows PC. Das hat Vorteile für die auszuführenden Programme und ebenso für Dateizugriffe, doch auch einige Schwierigkeiten die dem unterschiedlichen Design der MACs und PCs geschuldet ist.

Um eine gute und stabile Verbindung zu einem Terminal Server mit einem MAC herzustellen, ist es nötig eine Software für eine RDP Verbindung zu installieren. Der App Store bietet hier rasch Abhilfe einige Apps zu finden, doch diese müssen zum Teil teuer bezahlt werden und sind Ihr Geld nicht wirklich wert. Neben den Kosten sind die Apps unglaublich kompliziert zu konfigurieren und erweisen sich dann als totaler Flopp mit Abstürzen, fehlerhafter Darstellung und unregelmäßigem Verbindungsaufbau. Ausnahmsweise existiert eine Lösung von Microsoft selber, die auch wirklich funktioniert! Leider werden die unterschiedlichen Versionen von Terminal Servern auch nur unterschiedlich gut unterstützt. Ein Microsoft Programm ohne Fehler wäre mir persönlich aber auch nicht sympathisch 😉 .

TS mit Windows 2008 R2

Um diese (immer noch sehr weit verbreitete und aktuelle) Version von Microsofts Terminal Servern zu nutzen empfehle ich den „Remote Desktop Connection Client„. Die App braucht wenig Speicherplatz und kann kostenfrei bei Microsoft heruntergeladen werden (Download hier). Nach dem Download wird die Software über den Installer einfach installiert. Beim Start verlangt die Software nur die Eingabe der Terminal Server Adresse (z.B. IP) und schon kann man sich verbinden. In den Einstellungen kann man festlegen, welche lokalen Festplatten und Ports zum Terminal Server durchgeschleift werden und mit welcher Auflösung die RDP Session aufgerufen werden soll. Diese Einstellungen werden erst nach einem Programmneustart aktiv. Also erst einstellen, Programm neu starten und dann verbinden 😉 .

Einziges Manko der Software ist, dass Sie nur mäßig stabil läuft (Test unter Mac OS X 10.8.5) und somit muss man sich auf evtl. Abstürze einstellen. Weiterhin ist ein automatischer Login leider nicht möglich und so muss man sein Passwort wohl doch noch benutzen, aber ist ja auch ganz sicher so. Da die Software kostenfrei ist und durch den Terminal Server bei Abstürzen keine Daten verloren gehen empfehle ich diese Software mehr als alle teuren Apps im Store.

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TS mit Windows 2012 R2

Um Microsofts neuen Kachelboliden unter den Terminal Servern mit einem MAC zu nutzen hilft uns der „Remote Desktop Connection Client“ leider nicht weiter. Die Software wehrt sich mit Händen und Füßen gegen eine Verbindung zu Windows 2012 Servern. Hier hat Microsoft aber schon weiter gedacht und bringt mit dem „Remote Desktop“ eine App in rennen die auf den ersten Blick eine ganze Ecke stabiler ist als Ihr Vorgänger. Einziges Manko, 2008 Verbindungen sind nicht mehr benutzbar ;). Evtl. haben Sie mehr Glück und Ihre Terminal Server Landschaft strotzt diesem Problem, unsere leider nicht und so muss ich wohl oder übel zwei Clients nutzen.

Im Normalfall sollte aber auch ein Terminal Server mit einer Windows Version reichen um die Arbeit im Alltag gründlich in Schwung zu halten. Mit dem RD von Microsoft, welchen es im App Store kostenlos gibt, können Sie viele Verbindungen in einer übersichtlichen Liste speichern und auf Klick nutzen. Mit 2012 R2 funktioniert auch die Weitergabe von Anmeldedaten und erlaubt so etwas mehr Komfort. Anders als beim Vorgänger ist die Einrichtung der Verbindung mit etwas mehr Eingaben behaftet, doch übersteigen diese nicht die ohne hin notwendigen Angaben, wie Server URL, Benutzer, Passwort und Domain.

Der RD öffnet für eine TS Verbindung automatisch einen neuen Space in welcher die Remote Sitzung abgehalten wird. Dies ist bei auch bei dualer Display Nutzung sehr praktisch und erlaubt leichte Navigation zwischen lokalen und entfernten Programmen.

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Stephan Plesnik ist freiberuflicher Multimediaproduzent und in den Bereichen Webdesign, Marketing und Cloud Services für die Ing.-Büro Dr. Plesnik GmbH tätig. Er ist für die visuelle Konzeption und Gestaltung unseres Unternehmensauftritts verantwortlich und hält regelmäßig Vorträge zum Online-Datenschutz und Internetsicherheit.